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Exkursion Geschichte nach Hadamar

14. Juli 2016

Hadamar – eine Reise in unsere schreckliche Vergangenheit

Am 17. und 18.5.2016 besuchten die Klassen 10 des Wiedtalgymnasiums Neustadt die Gedenkstätte in Hadamar. Diese erinnert an die ehemalige Tötungsanstalt des Euthanasieprogramms der National­sozialisten. Dort wurden vom Januar 1941 bis zum März 1945 etwa 14.500 Menschen mit körperli­chen oder psychischen Behinderungen bewusst in den Tod geschickt. Dies geschah in zwei Phasen durch tödliche Injektionen, Medikamente oder Giftgas.

Das ganze Ausmaß der früheren Tötungsanstalt Hadamar wurde uns zunächst durch eine Präsentat­ion deutlich gemacht. Jedoch waren das für uns zunächst nur Worte, wie wir sie auch im Unterricht schon gehört hatten. Nachdem wir die Theorie „überstanden“ hatten, gingen wir zunächst in die Museumsräume, in denen man nochmals Zahlen und Fakten über das Ausmaß der Tötungen sehen konnte. Dies brachte einem das schreckliche Geschehen schon um einiges näher. Im Keller der ehemaligen Tötungsanstalt überkam uns dann aber das erste richtig unwohle Gefühl; denn dort standen wir dann an der Stelle, wo unzählige unschuldige Menschen getötet wurden – und dies alles nur, weil sie keinen „Nutzen“ für die Gesellschaft hatten. Wir sahen die ehemalige Gaskammer, die Obduktionszimmer und die Fundamente der Verbrennungsöfen. Wir standen an den Stellen, wo Schreckliches geschehen war. Zuletzt gingen wir noch auf den Friedhof, wo viele der Getöteten in Massengräbern begraben wurden, darunter viele Kinder.

Der Ausflug in die Gedenkstätte Hadamar war sehr interessant, wenn auch bedrückend. Wir haben nun zu den Geschichten aus Schulbüchern auch Bilder und eine genauere Vorstellung – eine sehr interessante und lehrreiche Exkursion.

Kim Kurtenbach 10a

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