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Exkursionen

MuZ-Kurs an der Bonner Oper

Wir sind der MuZ-Kurs (= Musik-Zusatzkurs = zehn Leute, die ausschließlich in der MSS 12 Musik wählen) des WTG. Wir hatten die Möglichkeit, in verschiedenen Sparten des Bonner Theaters Aufführungen zu erleben und entschieden uns für zwei Opern und einen Liederabend.

Fidelio

In unserer Unterrichtsreihe zu Beginn des zweiten Halbjahres befassten wir uns mit Opern im Allgemeinen und mit dem Komponisten Beethoven. Zu diesem Anlass haben wir uns am 22.2. die einzige Oper Beethovens, „Fidelio“, im Bonner Theater angesehen.

In dieser Oper verkleidet sich Leonore als Mann namens Fidelio, um ihren Mann Florestan aus dem Gefängnis zu befreien. Ihr Mann wird aus politischen Gründen gefangen genommen und soll hingerichtet werden. Nach dramatischen Szenen im Kerker wird Florestan schließlich mit der Ankunft des Ministers befreit.

Die Ouvertüre am Anfang war eindrucksvoll. Auch die Kostüme waren authentisch und schön anzusehen. Die Sängerinnen und Sänger waren überzeugend, man hat verstanden, was sie uns vermitteln wollten und wir konnten die Handlung gut nachvollziehen. Letzteres gelang uns allerdings vor allem, weil wir vor der Vorstellung mit der Handlung vertraut waren. Zusammenfassend kann man sagen, dass es eine schöne Reise in eine andere Zeit war und wir freuen uns auf die nächste Oper, die wir mit dem MuZ-Kurs besuchen werden.

Winterreise

Am 24.4. war der einzigartige MuZ-Kurs des WTG abermals zu Gast an der Oper Bonn. Dort wurde vom Jugendchor und dem Tenor Christian Georg mit Begleitung von mehreren Instrumentalisten die Winterreise von Franz Schubert sehr modern dargestellt.

Die Winterreise handelt von einem jungen Mann, der von seiner Freundin verlassen wird und einsam, der Liebe nachtrauernd, durch den Winter wandert. Die musikalische Darstellung war unserer Meinung nach hervorragend, wobei der Chor und der Tenor von Flügel, Harfe, Saxophon und Cello sehr überzeugend begleitet wurden. Die Inszenierung hingegen war für uns an vielen Stellen unverständlich, ebenso wie die Videoeinspielungen und Impulse, und an vielen Stellen zu überspitzt dargestellt.

Opernführung und Salome

Zuletzt besuchten wir am 6.5. eine Opernführung und die Oper Salome von Strauß an der Oper Bonn. Besonders hat uns die Opernführung gefallen, bei der man gesehen hat, wie umfangreich die Produktion einer Oper ist.

Die folgende Vorstellung von Salome war im Allgemeinen ansprechend, denn das Orchester war musikalisch sehr gut, doch im Vergleich zu den Sängern für unsere Begriffe zu laut. Die Hauptdarstellerin Salome konnte unseres Erachtens nur mit ihrer Stimme überzeugen, jedoch nicht mit ihrem Schauspiel. Die Inszenierung war für uns teilweise unverständlich – Requisiten waren beispielsweise Fische, brennende Personen oder Kinderpuppen – und am Ende blieben einige Fragen offen.