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Unterrichtsinhalte

Leistungserwartung für das Fach Bildende Kunst in der MSS

Grundsätzlich muss jeder Schüler in der Oberstufe einmal ein musisches Fach belegen, also entweder Musik oder Kunst. „Darstellendes Spiel“ wäre auch noch eine Option, wird aber derzeit bei uns nicht unterrichtet.

Für die Bildende Kunst gibt es drei Möglichkeiten. Grundkurs, Leistungskurs oder Zusatzkurs, bei uns salopp „Hobbykurs“ genannt.

Im Grundkurs wird pro Halbjahr eine zweistündige Kursarbeit geschrieben, die in der Regel rein schriftlich ist, es können aber auch kleine zeichnerische Aufgabenstellungen hinzukommen. Die Zeugnisnote ergibt sich aus der praktischen, mündlichen und der schriftlichen Leistung (Kursarbeit); hierbei zählt jeder Bereich ungefähr ein Drittel für die Endnote.

Erwartet wird eine gewisse Begeisterung für das Fach, besonders ein Bedürfnis nach kreativer Äußerung. Ein deutliches Interesse an Kunstgeschichte und eine vorzeigbare schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit sind gute Voraussetzungen.

In der Regel liegt ein großer Schwerpunkt in der Vermittlung von kunsthistorischen Zusammenhängen. Kunststile, Epochen, Malerei, Architektur und Bildhauerei werden je nach Unterrichtendem schwerpunktmäßig behandelt.

Auch die Werkanalyse und Interpretation nehmen einen hohen Stellenwert ein. Zielsetzung ist es, dem Schüler ein breitgefächertes Allgemeinwissen in Kunstgeschichte mitzugeben sowie sein Auge für die genaue Betrachtung von Kunstwerken zu schärfen. Darüber hinaus werden natürlich auch oft recht ansprechende eigene Kunstwerke in unterschiedlichen Techniken erstellt, wobei auch hier die Themenstellung in der Verantwortung des jeweiligen Lehrers liegt.

Im Leistungskurs sind die Basis-Themen ähnlich wie im Grundkurs, aufgrund der fünf Wochenunterrichtsstunden werden sie aber deutlich vertieft und es ergibt sich auch eine größere Themenvielfalt. Auch dies liegt im Ermessen des Lehrers.

Erwartet werden eine zeichnerische und/oder malerische Qualität und eine vorzeigbare Eigenbeschäftigung mit der Kunst. Eine deutliche Leidenschaft zur Gestaltung und eventuell ein eigener Ausdruckswille sind gute Voraussetzungen.

In 11/1 und in der 13 wird nur eine Kursarbeit geschrieben, in 11/2 und in der 12 jeweils zwei pro Halbjahr. Die Arbeitszeit dieser Kursarbeiten erhöht sich von zwei bis auf sechs Schulstunden im Vorabitur und auch im Abitur. Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Eine Kursarbeit kann rein theoretisch, aber auch rein praktisch sein, was besonders im Abitur nur selten vorkommt. Ansonsten haben die Kursarbeiten einen theoretischen oder einen praktischen Schwerpunkt oder sind gleichwertig aufgebaut. Kursarbeiten zählen 50% der Zeugnisnote.

Im Zusatzkurs („Hobbykurs“) sind die Rahmenbedingungen wie im Grundkurs, nur dass hier mehr auf Allgemeinwissen und kunsthistorische Basiskenntnisse eingegangen wird. Auch die zeichnerischen Voraussetzungen sind überschaubar, hier stehen Kreativität und die Gestaltung von durchaus Machbarem eher im Vordergrund.

(Jochen Riemann, Fachleiter BK, 2017)