Sie befinden sich hier » Unterricht » Fächerangebot » Geschichte » Exkursionen

Exkursionen

Geschichtskurse der Jahrgangsstufe 12 auf Exkursion in Erfurt und Weimar

Die Geschichtskurse der Jahrgangsstufe 12 besuchten im Rahmen der gemeinschaftskundlichen Exkursionen die Thüringische Landeshauptstadt Erfurt und die Stadt der Klassiker Weimar.

Vor dem Weimarer Schloss

Vor dem Weimarer Schloss

Die Außenstelle der Stasi-Unterlagenbehörde in Erfurt gab einen guten Einblick in die raffinierten Methoden der Stasi zur Bespitzelung der Bürger der DDR. Versteckte Kameras, Wanzen usw. wurden als Mittel der „Informationsbeschaffung“ gezeigt. Aufgabe der Außenstelle ist es in erster Linie, die Akten der Stasi aufzubereiten und Antragstellern zur Verfügung zu stellen. Denn auch nach über 30 Jahren verlangen jährlich noch immer viele ehemalige DDR-Bürger Einsicht in ihre Akten.

In Weimar beschäftigte man sich dann im Stadtmuseum mit der Zeit der Nationalversammlung und der Weimarer Republik. Ein Film und ein Besuch der Dauerausstellung ergänzten sehr anschaulich das bereits im Unterricht Gelernte.

Der beeindruckendste Teil der Exkursion war sicher der Besuch des Konzentrationslagers Buchenwald vor den Toren Weimars auf dem Ettersberg. Durch einen Film, in dem auch Zeitzeugen zu Wort kamen, einer ausführlichen Führung und einem Besuch des neukonzipierten Museums bekamen die SchülerInnen einen sehr guten Einblick in den Alltag und die Gräueltaten in dem Arbeitslager. Ergänzt wurde der Besuch des Konzentrationslagers durch die Besichtigung des Mahnmals für die Toten des Aufstands in Buchenwald.

Ein Besuch Weimars darf aber nicht die Klassiker außer Acht lassen; und so wurde auch das Goethe‑Haus am Frauenplan besucht. Eine Führung durch das Nationalmuseum vermittelte einen sehr guten Einblick in die Goethezeit, ebenso wie der Besuch des Wohnhauses, das sehr gut den Luxus vermittelte, den Goethe genoss.

Neben den offiziellen Programmpunkten der Exkursion blieb den SchülerInnen noch genügend Zeit, Weimar auf eigene Faust zu erkunden und sich selbst einen Eindruck von der Stadt der Klassiker zu machen.

Hadamar – eine Reise in unsere schreckliche Vergangenheit

Am 17. und 18.5.2016 besuchten die Klassen 10 des Wiedtalgymnasiums Neustadt die Gedenkstätte in Hadamar. Diese erinnert an die ehemalige Tötungsanstalt des Euthanasieprogramms der National­sozialisten. Dort wurden vom Januar 1941 bis zum März 1945 etwa 14.500 Menschen mit körperli­chen oder psychischen Behinderungen bewusst in den Tod geschickt. Dies geschah in zwei Phasen durch tödliche Injektionen, Medikamente oder Giftgas.

Das ganze Ausmaß der früheren Tötungsanstalt Hadamar wurde uns zunächst durch eine Präsentat­ion deutlich gemacht. Jedoch waren das für uns zunächst nur Worte, wie wir sie auch im Unterricht schon gehört hatten. Nachdem wir die Theorie „überstanden“ hatten, gingen wir zunächst in die Museumsräume, in denen man nochmals Zahlen und Fakten über das Ausmaß der Tötungen sehen konnte. Dies brachte einem das schreckliche Geschehen schon um einiges näher. Im Keller der ehemaligen Tötungsanstalt überkam uns dann aber das erste richtig unwohle Gefühl; denn dort standen wir dann an der Stelle, wo unzählige unschuldige Menschen getötet wurden – und dies alles nur, weil sie keinen „Nutzen“ für die Gesellschaft hatten. Wir sahen die ehemalige Gaskammer, die Obduktionszimmer und die Fundamente der Verbrennungsöfen. Wir standen an den Stellen, wo Schreckliches geschehen war. Zuletzt gingen wir noch auf den Friedhof, wo viele der Getöteten in Massengräbern begraben wurden, darunter viele Kinder.

Der Ausflug in die Gedenkstätte Hadamar war sehr interessant, wenn auch bedrückend. Wir haben nun zu den Geschichten aus Schulbüchern auch Bilder und eine genauere Vorstellung – eine sehr interessante und lehrreiche Exkursion.

Kim Kurtenbach 10a

Sekundarstufe I

„Leben wie einst die Römer am Rhein.“

Das können die Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen lernen, wenn sie im Rahmen des Lernens am außerschulischen Lernort die „Römerwelt“ in Rheinbrohl besuchen. Die räumliche Nähe zu dem antiken Zeugnis „Limes“ und zur „Römerwelt“ in Rheinbrohl lässt Geschichte im heimischen Raum erfahrbar werden. Durch eine kompetente Führung, eine Rallye durch die Ausstellung und durch viel „Selbermachen“ mithilfe interaktiver Medien vertiefen die Schülerinnen und Schüler das im Unterricht Gelernte auf anschauliche Art und Weise, etwa wie die Legionäre wohnten und was sie aßen, wie ihr Alltag im Kastell aussah, wie schwer ein Kettenhemd ist, wie Pfähle in den Boden gerammt wurden, mit welchen Spielen sich die Legionäre die Zeit vertrieben usw. Hier wird Geschichte lebendig.

www.roemer-welt.de

MSS 12

Eine Besonderheit der Arbeit in den gemeinschaftskundlichen Fächern  in der Oberstufe ist die Exkur­sion, die in der Jahrgangsstufe 12 durchgeführt wird.

Im Rahmen dieser Exkursion fahren die Geschichtskurse (Grund- und Leistungskurse) für drei Tage nach Thüringen, um dort Unterrichtsinhalte durch Lernen vor Ort in anschaulicher Form zu vertiefen. Ein Gespräch mit Abgeordneten des Thüringer Landtags als Zeitzeugen in Erfurt bringt den SchülerInnen die Zeit der Maueröffnung und der Wiedervereinigung näher. Im Stadtmuseum von Weimar wird die Zeit der Weimarer Republik vertieft behandelt. Einen tief beeindruckenden Einblick in die Gräuel des Nationalsozialismus bekommen die SchülerInnen beim Besuch der Gedenkstätte im Konzentrationslager Buchenwald. Das Mahn­mal für die in Buchenwald Ermordeten zeigt eine Form des Umgangs in der DDR mit dieser Zeit. Daneben muss man, wenn man sich in Weimar aufhält, natür­lich auch auf den Spuren Goethes und Schillers wandeln, z. B. indem man Goethes Wohnhaus am Frauenplan besichtigt.