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Exkursionen

Exkursion der Leistungskurse BI 12 ins Schülerlabor Neurowissenschaften der Universität Tübingen / HW

Am 17. Und 18. Februar 2014 fand für 27 SchülerInnen der Biologie-Leistungskurse 12 eine Exkursion zur Universität Tübingen statt. Wir hatten nämlich das große Glück, einen der sehr begehrten Termine im Schülerlabor des Instituts für Neurowissenschaften zu erhalten, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Klaus Tschira Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und dem Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN) unterstützt wird. Ziel des Schülerlabors ist es, SchülerInnen der Oberstufe an die Neurowissenschaften heranzuführen und für naturwissenschaftliche Berufe zu interessieren.

Unter der Leitung von Prof. Uwe Ilg konnten die SchülerInnen dort ganztägig Versuche durchführen, die an der Schule in diesem Fachbereich nicht möglich sind. Sieben Gruppen, betreut durch wissenschaftliche Hilfskräfte und Prof. Ilg, widmeten sich jeweils einer speziellen Fragestellung der Neurowissenschaften. Dabei wurde zu wissenschaftlichem Vorgehen angeleitet: Eine Fragestellung finden und Thesen dazu aufstellen, die dann durch Versuche belegt bzw. widerlegt werden sollten. Nur von einer Mittagspause unterbrochen wurde dann den ganzen Tag experimentiert.

Am späten Nachmittag musste eine Präsentation der Ergebnisse vorbereitet und vorgetragen werden, damit alle Teilnehmer am Ende des Praktikums über die verschiedenen Techniken bei den unterschiedlichen Versuchen umfassend informiert waren. Im Anhang finden sich die von den Gruppen bearbeiteten Themen, die dazugehörigen Berichte, die PP-Präsentationen, Fotos und Filme.

Alle Schüler – und nicht nur die – waren zwar am Ende des Praktikums ziemlich erschöpft, aber einstimmig der Meinung, dass sich die lange Fahrt nach Tübingen sehr gelohnt habe. Die Theorie des Unterrichts praktisch umsetzen zu können führte bei allen zu tieferem Verständnis für die Neurowissenschaften und wird hoffentlich noch sehr lang im Gedächtnis bleiben.

An dieser Stelle möchten wir uns bei Herrn Prof. Ilg und seinen Mitarbeitern noch einmal ganz herzlich für ihr Engagement und den äußerst interessanten Tag am Institut bedanken. Einen Tag im Schülerlabor in Tübingen (http://www.neuroschool-tuebingen-schuelerlabor.de/index.php?id=187)  kann man jedem Biologiekurs sehr empfehlen!

Dr. I. Hertwig

Bearbeitete Themen

Die ausführlichen Berichte der Arbeitsgruppen sind als pdf-Dokument hinterlegt. Zur Ansicht einfach die Überschriften anklicken.

1. Anatomie und Histologie des Nervensystems – Präparation eines Schafhirns und Mikroskopieren von Hirnschnitten

Zusätzliche Informationen zu den Ergebnissen der Arbeitsgruppe gibt es außerdem in einer PowerPoint Präsentation.

2. Elektrische Aktivitäten von Nerven- und Muskelzellen – Extrazelluläre Ableitungen von Aktionspotentialen (Schabe)

Hier die dazugehörige PowerPoint Präsentation.

3. Elektrische Aktivitäten von Nerven- und Muskelzellen – Elektrische Fische

Hier die dazugehörige PowerPoint Präsentation.

4. Neurobiologie der Sinnessysteme – Psychophysik Hören


5. Neurobiologie motorischer Systeme – Elektromyographie

Hier die dazugehörige PowerPoint Präsentation.

6. Theoretische Neurobiologie – Programmierung eines Roboters

 

7. Höhere Funktionen des Gehirns – Elektroenzephalographie

Und auch hier noch einmal eine PPT.

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Exkursion des Leistungskurses Biologie 12 BI 3 / HW an den Rhein-Ahr Campus Remagen

Am Freitag, den 15.11.2013 nahmen die SchülerInnen des LK BI 3 an einer Exkursion zur Hochschule in Remagen teil. Das Programm, das man dort für sie geplant hatte und vom Ada Lovelace Projekt gesponsert wurde, war sehr abwechslungsreich: In drei Gruppen zu je 6 SchülerInnen wechselten sie sich im Labor für Rasterelektronenmikroskopie, Laserspektroskopie und Robotik, sowie bei einem Workshop „Löten von Dioden-Männchen“ ab. Da an diesem Tag ab 15 Uhr zudem der „Tag der offenen Tür“: RAC und du“ stattfand, hatten sie auch die Möglichkeit, sich weitere Labore anzuschauen, Vorträge zu hören oder eine Berufsberatung in Anspruch zu nehmen.

Im REM-Labor fertigten sie selbst Präparate an, die sie dann unter dem Elektronenmikroskop voller Begeisterung betrachteten. Ebenfalls beeindruckt waren sie von den Möglichkeiten der Laserspektroskopie, mit der man zum Beispiel Rindfleisch von Pferdefleisch unterscheiden kann (Man denke an den noch nicht lange zurückliegenden Skandal in der Lebensmittelindustrie!), und den Fortschritten in der Robotik, die in nicht allzu ferner Zukunft Operationen am Skelettsystem wesentlich präziser und für den Patienten angenehmer werden lassen. In allen Fachbereichen bietet die Hochschule übrigens auch Praktika für interessierte Jugendliche und junge Erwachsene an.

Am Ende des Tages am Rhein-Ahr-Campus erhielten die SchülerInnen eine Teilnahmebestätigung, die ihnen vielleicht in Zukunft einen Vorteil bringen wird.

Ob beim Workshop Löten,…

…beim Besputtern der REM-Präparate,…

…am Rasterelektronenmikroskop…

…oder im Robotik-Labor.

Es herrschte immer ungeteilte Aufmerksamkeit bei den SchülerInnen.´

Unser herzlicher Dank gilt den zahlreichen Mitarbeitern und Studenten des Campus, die diesen interessanten Tag erst möglich gemacht haben.

I. Hertwig

Exkursion zum Pflanzenextrakthersteller Finzelberg in Andernach

Pflanzenextrakte sind wichtige Ausgangsstoffe für pflanzliche Arzneimittel, Teegranulate oder auch Lebensmittelzusatzstoffe.  Die Herstellung funktioniert prinzipiell einfach – trockenes Pflanzenmaterial, sogenannte “Drogen”, werden in großen Behältern mit zahlreichen Zu- und Ableitungen meist mit Alkhohol-Wasser-Gemischen versetzt. Je nach Mischungsverhältnis der Lösemittel werden andere Inhaltsstoffe des Pflanzenmaterials oder andere Mengen eines Inhaltsstoffes extrahiert. Möglicherweise folgen anschließend Arbeitsgänge wie Trocknen und Granulieren. Finzelberg garantiert einen sicheren Wirkstoffgehalt in seinen Extrakten. Diese werden von Herstellern von Pflanzenarzneimitteln weiter zum Produkt für den Apothekenkunden verarbeitet.

Es war sehr interessant eine Extraktion in diesem großen Maßstab zu sehen  – und auch zu riechen! Hinter jeder Ecke gab es ein neues Geruchserlebnis.

Die Firma Finzelberg hat unsere Schüler schon bei naturwissenschaftlichen Arbeiten unterstützt, sei es durch fachkundige Tipps, sei es durch Hilfe beim Bezug von Rohstoffen zur Untersuchung.

Die Exkursion sollte einerseits einen Einblick in die industrielle Gewinnung von Arzneimittel-Wirkstoffen aus Pflanzen geben. Andererseits erhoffen wir uns auch, bei den Teilnehmern ein wenig “Lust” auf eine intensivere Beschäftigung mit dem Thema “Heilpflanzen und ihre Wirkstoffe – Gewinnung und Weiterverarbeitung” gemacht zu haben. Denn diese im großen Maßstab besichtigten Prozesse lassen sich grundsätzlich so auch im Schullabor durchführen. Als Vorbereitung auf die Exkursion habenb wir dies als Schülerversuch mit farbigem Pflanzenmaterial gezeigt. Wäre das nicht ein interessantes Untesuchungsfeld für eine “Jugend Forscht”-Arbeit oder eine Facharbeit?

Für viele Menschen beginnt jeder Morgen mit einer Extraktion: Tee ist ein Extrakt aus Pflanzenmaterial mit Wasser als Lösungsmittel.

Extrakte aus farbigem Pflanzenmaterial mit verschiedenen Alkohol-Wasser-Gemischen und Öl

Auf Wiedersehen!

Bei Interesse meldet euch gerne bei Birgit Becker, Silke Schreiber oder Anette Edelmann-Schneider