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Medienkompetenz SchülerInnen

Zwei Ebenen sind hier wesentlich zu berücksichtigen bzw. voneinander abzugrenzen:

a)     Nutzung und Anwendung der digitalen Kommunikation im privaten Bereich

b)     Nutzung und Anwendung der digitalen Kommunikation im schulischen  Bereich

zu a) Im privaten Umfeld  kann die Nutzung auf bestimmte Vorzugsbereicheeingegrenzt werden

Jungen: Computerspiele/Musik/Musikvideos/Videos(Youtube) und die Nutzung sozialer Plattformen wie wkw (jüngere Schüler) und ICQ, Twitter, Facebook

Mädchen: Musik/Musikvideos und die Nutzung sozialer Plattformen stehen hier im Vordergrund. Die Eigenpräsentation auf den sozialen Plattformen wie auch über Video bei Youtube sind gerade bei jüngern Mädchen stark verbreitet.

Bei beiden Gruppen werden die angebotenen Kommunikationsplattformen des Öfteren auch zum Mobbing gegen MitschülerInnen missbraucht.

Auch wenn in der aktuellen Diskussion um mediale Kompetenzen die Nutzung im privaten Bereich teilweise nicht als Kompetenz akzeptiert wird; es gilt für Schule, diese Kenntnisse und Nutzungsfertigkeiten in die schulische Vermittlung von Medienkompetenz mit einzubeziehen und zu kanalisieren.

(Besonders deutlich wird dies bei dem Thema Mobbing, was ja i.d.R. außerhalb der Schulzeit passiert, welches aber den Schulfrieden erheblich stört).

zu b)   Bei der inhaltlichen Frage nach schulisch zu vermittelnder Medienkompetenz geht esnicht mehr um eine geschlechtsspezifische Trennung der Fähigkeiten; hier geht esmehr um die von allen Jugendlichen gleichermaßen zu beherrschenden Teilaspekte.

Diese Teilaspekte lassen sich zunächst in zwei Gruppen unterteilen, den Handlungsbereich und den Inhaltsbereich:

Der Handlungsbereich umfasst die Aktionskompetenzen der Auswahl und Nutzung von Medienangeboten, dazu kommt das Gestalten und Verbreiten von eigenen Medienbeiträgen.

Der Inhaltsbereich umfasst die wichtigen Aspekte:

-          Verstehen und Bewerten

-          Erkennen und Aufarbeiten

-          Durchschauen und Beurteilen (Medienproduktion und –verbreitung)

An dieser Einteilung wird auch die Anforderung an schulische Vermittlungsprozesse deutlich, nämlich die Eingliederung der privat-persönlichen Nutzung der digitalen Technologien durch die SchülerInnen im Handlungsbereich zu erweitern,  diese aber auch durchdringen zu lassen von den schulisch gestärkten Inhaltsbereichen.

Das folgende Schaubild soll die Zusammenhänge dieser Bereiche verdeutlichen und damit auch den Aktionsradius von Schule kenntlich machen, den ein Medienkonzept zu berücksichtigen hat:  Schaubild-SuSH. Brinker 2009

In dieser Darstellung muss bei der schulischen Vermittlung von Medienkompetenz einerseits die alters- und entwicklungsbedingte Aufarbeitung der Inhalte berücksichtigt werden, anderseits sollte die Medienkompetenz in „handelnder“ Weise  vermittelt werden und so die Möglichkeit zur individuellen Weiterentwicklung auch im privat-persönlichen Bereich ermöglichen.

Die Einbindung von SchülerInnen in die Kompetenzvermittlung macht diese u. a. authentischer für die Jugendlichen – dieses soll über die angestrebte Teilnahme am Rheinland-Pfälzischen Projekt: „Medienscouts“ erreicht werden. Im Anschluss an die Ausbildung sind hier Projekte auf allen Ebenen, also SchülerInnen (AGs), LehrerInnen – Vorträge und Eltern (Projekte) denkbar.