Sie befinden sich hier » Außerunterrichtliches » Auslandskontakte » Südafrika

Südafrika

 

Schüleraustausch nach Südafrika 2014

In den Osterferien 2014 sind wir mit einer Gruppe, bestehend aus 20 SchülerInnen, nach Paarl, Westkap aufgebrochen, in Begleitung von Frau Edelmann-Schneider, Frau Küll und Herrn Goldmann. Nach einem langen Flug mit Zwischenstopps in Johannesburg und Kapstadt, kamen wir übermüdet und aufgeregt zugleich an unserem Ziel an. Dort wurden wir von den Schülerinnen und Lehrern der Paarl Girls‘ High School herzlich aufgenommen.

Schnell stellten wir fest, dass Gastfreundschaft in Südafrika groß geschrieben wird. Dies zeigte sich bereits vor Beginn unseres Austauschs, als aufgrund der Pilotenstreiks einiges anders ablaufen musste als geplant und wir unsere Reise um zwei Wochen verschieben mussten. Für unsere Gastfamilien, bei denen wir die ersten Tage verbrachten, war das kein Problem. Mit ihnen lernten wir die Gegend um Paarl unterschiedlich kennen. Die einen besuchten mit ihren Familien die Weingüter des Westkaps und die traumhaften Strände Südafrikas, die anderen versuchten sich beim Ziplining oder entdeckten die Malls.

In unserer gemeinsamen Zeit lernten wir einiges über die Tierwelt Südafrikas. So besuchten wir den Knsyna Elephant Park, die Pinguine am Strand, fütterten Strauße in Oudtshoorn, kuschelten mit Geparden und beobachteten Zebras, Giraffen und Nilpferde in ihrer natürlichen Umgebung. Neben den faszinierenden Sehenswürdigkeiten, wie das Kap der Guten Hoffnung, dem Tafelberg in Kapstadt und den Cango Caves durfte aber auch der Eindruck der anderen Seite Südafrikas nicht fehlen. Wir besuchten das Township-Projekt „Hope and Light“, welches die Schüler des Wiedtal-Gymnasiums seit langer Zeit und auch heute noch durch Spenden, Kuchenverkäufe und Basare unterstützen. Dieser Auslandsaufenthalt und die unterschiedlichsten Eindrücke des wunderschönen Landes Südafrika war für alle eine großartige Erfahrung und brachte uns mit Sicherheit auch dazu unsere eigenen Ansprüche zu überdenken.

Die weite Entfernung nach Paarl (9.437 km!!) stellt aufgrund von sozialen Netzwerken und dem Internet jedoch kein Problem für unseren weiteren Kontakt dar. Einige Mädchen, die mittlerweile studieren, haben bereits ihre Reise nach Europa angetreten und sich mit ihren Gästen getroffen. Andere nahmen an dem Austausch der Paarl Girls‘ High School teil und besuchten das WTG im vergangenen Sommer.

Wir werden die wunderschöne Zeit in diesem faszinierenden Land und unsere südafrikanischen Freunde nie vergessen.

Nina Bitzer, 13E1

 

Südafrika Südafrika Südafrika Südafrika
V SAM_1447 Südafrika

 

Der für dieses Jahr geplante Schüleraustausch nach Südafrika musste, bedingt durch den Pilotenstreik, in letzter Minute gecancelt werden. Trotz erheblicher Bemühungen der OrganisatorInnen, allen voran Frau Annette Edelmann-Schneider, konnte für die Schülerinnen und Schüler zum geplanten Termin kein Ersatzflieger organisiert werden.

Enttäuschung in Neustadt, ebenso wie in Südafrika – 1 Jahr Planung und Organisation zerplatzen wie eine Seifenblase.

Südafrika-RZ-7-04-2014

Durch die Verschiebung des Abfluges um eine Woche konnte der Austausch zwar gerettet werden, viele Unternehmungen, die mit der Partnerschule organisiert und geplant waren, können in dieser Form nun leider aber nicht stattfinden.

 

Ein Feedback aus Südafrika:

Liebe Frau Edelmann-Schneider,

bei Ihnen ebenso wie bei Ihren Kolleginnen und Ihrem Kollegen und den Schülerinnen und Schülern des Wiedtal-Gymnasiums möchte ich mich ganz herzlich bedanken für den Besuch der Projekte von Hope and Light am 17. April. Wir freuen uns immer besonders, wenn wir Menschen, die unsere Arbeit bereits seit Längerem unterstützen, hier vor Ort persönlich begegnen und ihnen die Projekte vorstellen dürfen.

Den von den Schülern gesammelten und mir übergebenen Betrag in Höhe von € 655.- haben wir inzwischen für die Basisausstattung des z.Zt. noch nicht wieder belegten Waisenhauses verwendet. Wir konnten dafür eine Waschmaschine sowie Möbel und noch fehlende kleinere Haushaltsgeräte kaufen. Auch dafür möchte ich mich noch einmal sehr herzlich bedanken.

Inzwischen wird Ihre Reisegruppe wieder wohlbehalten in der Heimat angekommen sein. Ich bin sicher, dass Ihnen der Aufenthalt in unserem wunderschönen Land gut gefallen hat und würde mich freuen, wenn Sie und Ihre Schulklasse auch zukünftig uns und unserer Arbeit verbunden bleiben würden.

Herzliche Grüße von unserem spätsommerlich-warmen Kap

Ihre Barbara Tofaute

 

 

 

 

 

 

Schüleraustausch nach Südafrika 2012

Von Julia Meeuwissen

Vom 08.10.2012 bis zum 22.10.2012 hatten wir, die SchülerInnen der MSS des Wiedtalgymnasiums, das einmalige Privileg für zwei Wochen nach Südafrika, Cape Town zu reisen.
Nachdem wir eine Woche bei unseren unheimlich herzlichen Gastfamilien unterschlüpfen konnten, haben wir uns die andere Woche entlang der Gardenroute umgeschaut und unglaubliche Eindrücke gesammelt, die wir wohl nie wieder vergessen werden.

Beginnen wir mit unserer Ankunft in Paarl am 09.10.2012. Gegen 14 Uhr kommen wir endlich (!), nach ca. 17 Stunden Reisezeit in der Girls High, unserer Partnerschule, im sonnigen Paarl an.
Reichlich nervös folgen wir den in grüner Schuluniform bekleideten Mädchen in die Bibliothek, wo wir mit einem liebevoll vorbereiteten Lunch und Pepsi begrüßt werden. Nach und nach trotten unsere Austauschschülerinnen ein, die ersten Hürden werden genommen und unsere tolle Gruppe für die erste Nacht getrennt.

Die kommenden  Tage verlaufen angenehm ruhig, wir gehen morgens mit in die Schule, erleben eine ganz andere Art von Unterricht und genießen die Pausen auf den großen Wiesen hinter dem Schulgebäude. Während der Schulstunden fällt das besonders enge Verhältnisse zwischen den Schülerinnen und den Lehrern auf, was zum einen wohl an der südafrikanischen Mentalität, zum anderen aber auch daran liegen mag, dass ausschließlich Schülerinnen an dieser Schule sind. Desweiteren unterstütz die Schuluniform, sowie die strengen Regeln (lediglich Pferdeschwänze, kein Pony, keine Schminke) das Gemeinschaftsgefühl, da alle ‚gleich‘ aussehen. Besondere Fächer wie Fruit and Nutritions (Haushaltskunde, Ernährungswissenschaften), Business, uvm. werden unterrichtet und geben uns einen Einblick in andere Themengebiete. Der Unterricht an sich ist allerdings etwas ungewohnt für uns. Die Schülerinnen werden weder aufgefordert ihre Eigene Meinung zugeben, noch Aufgaben selbstständig zu lösen. Es findet viel mehr eine Art Vorlesung statt.

Nach der Schule geht es nach Hause, wo es erst mal ‚Lunch‘ gibt, also eine Pizza oder Burger. Danach wird vor dem Fernseher entspannt oder etwas Sportliches unternommen. Abends treffen wir uns meist mit anderen Freunden oder wie am Dienstag zum ‚braai‘ (Grillabend) mit allen.

Die Partnerschule, die Boys High, lädt uns auch ein damit wir sie einmal besuchen können, eine wahre Ehre, da wir die erste Schulklasse überhaupt sind und dazu noch 20 Mädchen alleine zwischen ca 700 Jungen.

Am Samstag fahren wir gemeinsam mit unseren Austauschschülerinnen auf den Tafelberg (Table Mountain) und staunen über die herrliche Aussicht.

Die Zeit dort oben vergeht viel zu schnell und unser Plan ist straff, also geht es nach 2 Stunden weiter nach Hout bay, einem malerischen Fischerörtchen, wo wir zu Fish and Chips eingeladen werden. Begleitet von einem südafrikanischen Musikensemble, Sonne und dem rauschenden Meer, kommt wahre Urlaubsstimmung auf.

Gestärkt und bester Laune fahren wir zum letzten Programmpunkt am Samstag, zur Waterfront. Eine paradiesische Shoppingmeile, dank des günstigen Wechselkurses noch viel verlockender! Aber auch die Promenade mit vielen Cafés und Restaurants direkt am Hafen lässt keine Zeit für Gedanken an die Heimat.

Wieder bei den Gastfamilien angekommen fallen die einen gleich ins Bett, die anderen gehen noch zu diversen ‚Braais‘.

Am Sonntag haben wir dann den letzten Tag mit unseren Gastfamilien zur freien Verfügung. Alle sind sehr bemüht uns ihr Land nahe zu bringen. Die einen fahren mit uns zu prächtigen Weinfarmen, andere in Nationalparks um Krokodilbabies zu sehen oder die Großeltern auf ihren außerhalb gelegenen Farmen besuchen.

Die erste Woche geht im Flug vorbei und so stehen wir am Montagmorgen mit gepackten Koffern bereit, die Gardenroute und all ihre Sehenswürdigkeiten zu erobern!

Ca. 5 Stunden fahren wir mit unserem Busfahrer Martin und unserem Guide Franz durch die sagenhafte Natur. Sehen die eindrucksvolle Landschaft, prächtige Parks und unmittelbar daneben die sogenannten Shacks. Wohnsiedlungen für den Großteil der Bevölkerung. Zu sehen, wie Menschen auf engstem Raum in Blechhütten zusammen leben, Quadratkilometer große Flächen mit lieblosen Fenstern aus denen hoffnungsvolle, strahlende Kinder schauen die uns herzlich zu winken , hinterlässt viele Gedanken, neue Ansätze und eine unheimliche Dankbarkeit für unser weit entwickeltes Land bei uns. Hier wollen wir schon einmal auf das Hilfsprojekt ‚Keep the dream‘ hinweisen, welches wir durch Spendenaktionen wie dem Kuchenverkauf unterstützen (näheres siehe Ende des Textes).

Gegen Mittag erreichen wir eine tolle Farm, dank den Kontakten von Herrn Dr. Goldmann, wo wir herzlich aufgenommen werden. Hier vertreiben wir uns die Zeit indem wir entweder reiten oder im Anhänger eines Traktors die Farm erkunden. Danach geht es weiter zum ‚Ashton Keldar‘, einem südafrikanischen Weingut. Die Führung durch die Produktionststätte ist sehr interessant und die Preise für den Wein super, sodass es beim Abendessen in unserem wunderbaren Forestlodge eine heitere Runde wird, die mit einer Runde Rugby im Pool endet!

Am nächsten Morgen besuchen wir die Cango Caves, eine Tropfsteinhöhle, die Mutigsten unter uns, auch Frau Küll, wagen sich noch die Adventure Tour, bei welcher wir uns durch 50 cm enge Höhlen quetschen und durch diverse schmale Tunnel kriechen. Nach dem Erhalt unserer Urkunde und einem stärkenden Eis geht es weiter zur Straußenfarm. Hier lernen wir einiges über die riesigen Vögel mit dem kleinen IQ. Wer möchte darf sich auch auf einen Strauß setzen oder ihn gar reiten.

Den Nachmittag verbringen wir im Knysna Nationalpark, der Heimat für Elefanten. Es war wunderbar, diesen großen Tieren einmal so nahe sein zu können und zu erleben, wie sie einem aus der Hand fressen oder sich friedlich streicheln lassen.

Abends sitzen wir noch lange im Gemeinschaftraum zusammen, bevor wir in unseren einfachen Holzhütten zu Bett gehen.

Der nächste Tag hält einen weiteren Nationalpark für uns bereit, durch welchen wir eine kleine Safari machen. Neben Zebras, Giraffen, Nashörnern, Bullen und vielen anderen Tieren die scheinbar in freier Wildbahn dort anzutreffen sind, da auf den Hektar großen Geländen keine Zäune zu erkennen sind, gehen wir in das Gehege der Löwen! Nicht ohne Grund werden sie die Könige des Dschungels genannt, denn ihre autoritäre und gelassene Ausstrahlung ist faszinierend.

Später bummeln wir noch durch das kleine Städtchen Knysna und können bei einem wunderbaren Spaziergang durch Featherbed, einem Naturschutzgebietentlang der Küste nochmal entspannen.

Auch wenn das Wetter während der Gardenroutetour bis jetzt noch nicht so gut war, so kamen am folgenden Tag einige Sonnenstrahlen, die uns die Führungen durch den Birds of Eden und das Monkeyland noch mehr versüßten. Wenn man so durch den Park mit zig bunten Vögeln und frei laufenden Affen geht, bekommt man schon manchmal das Gefühl im Dschungel gelandet zu sein.

Unsere Guides sind auch hier vollkommen fasziniert von ihrem Beruf und können uns ebenso für die Tiere begeistern und uns vieles über sie erzählen.

Unsere letzte Nacht verbringen wir in einem charmanten ‚Hippiehotel‘ , wo wir wieder einmal den Abend gemeinsam vor dem Kamin sitzen und uns noch ein Stück näher kommen.

Unempfindlich wie wir sind, wollten wir selbstverständlich auch beweisen, dass uns das kalte Wasser in Mosselbay nichts ausmacht, auch wenn es draußen stark windet und lässt die Sonne sich kaum blicken lässt, stürzten wir vergnügt in die Wellen.

Ein weiteres Highlight bestand darin, den Nationalpark für Wildkatzen zu besuchen. Auch hier können wir in die Gepardengehege reingehen, nur den Leoparden müssen wir von außen betrachten.

Es war besonders schön zu sehen, dass es den Nationalparks immer in erster Linie darum ging, dass es den Tieren gut geht, dass sie möglichst naturgetreu leben und genug Raum hatten. Außerdem sollten sie nicht aus ihren natürlichen Gebieten gerissen werden und so handelte es sich oft auch um Findeltiere.

Mit einem letzten Abstecher nach Hermanus zum Whalewatching, auch wenn außer Kira niemand einen Wal gesehen hat, geht unsere wunderbare Woche an der Gardenroute vorbei und schon steht der letzte Samstag vor der Tür.

Auf dem Programm stehen Cape Point, wo sich der Indische und der Atlantische Ozean treffen, ein Pinguin Park und ein Stadtbesuch  in Stellenbosch, der angesagten Universitätsstadt.                          .

Den Abend lassen wir gemeinsam im ‚Bossa Nova‘, dem Studentenrestaurant in Paarl ausklingen und feiern nochmal kräftig die drei Geburtstagskinder!

An dieser Stelle möchte ich mich nocheinmal ganz herzlich bei allen bedanken, die uns diese Reise ermöglicht haben. Ich habe selten so viele eindrucksvolle Momente in solch kurzer Zeit erlebt und weiß, ich werde mich noch lange an diese einmalige Reise zurück erinnern!

Unsere Gruppe war unbeschreiblich toll und ich bin sehr froh, Teil einer solchen Gemeinschaft zu sein!

Ein besonderes Dankeschön an unsere drei Lehrer Frau Küll, Frau Edelmann Schneider und Herrn Goldmann, sie haben sich rührend um uns gekümmert und wir hatten unheimlich viel Spaß mit ihnen!

Presse-12-2012